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Langfristige Zahnerhaltung statt Zahnentfernung

Durch moderne Operationstechniken, neue Instrumente und Füllmaterialien, den Einsatz des Operationsmikroskops und langjährige Erfahrung können wir heute Zähne erhalten, für die es früher keine Rettung gab.

Bei einem toten Zahn kann es trotz regelrechter Reinigung und Abdichtung des Wurzelkanals durch Ihren Zahnarzt aus verschiedenen Gründen zu Entzündungen im Wurzelspitzenbereich kommen.

Bakteriell besiedelte Seitenkanälchen der Wurzel, die durch die herkömmliche Wurzelbehandlung nicht ausreichend gefüllt werden, können die Ursache sein. Es bildet sich dann eine Entzündung im Bereich der Wurzelspitze, die chirurgisch behandelt werden muss. Das Zahnfleisch wird abgehoben, die Wurzelspitze aufgesucht, gekappt und das entzündliche Gewebe entfernt. Die Füllung des Wurzelkanals erfolgt in der Regel über eine Öffnung in der Zahnkrone. Wurde der Zahn bereits wurzelbehandelt und der normale Zugang zum Wurzelkanal ist z.B. durch einen zementierten Stift verhindert, erfolgt die Aufbereitung und Füllung des Wurzelkanals rückläufig, also im Bereich der gekappten Wurzel. Die Wurzelkanäle können dann unter Sicht sicher abgefüllt werden.

So wird ein bakteriendichter Kanalverschluss am Wurzelquerschnitt erreicht und eine erneute Infektion verhindert.


Schaubild 1:
1. Querschnitt eines gesunde Zahnes

2. Kranker Zahn mit Entzündung an der Wurzel

3. Wurzelspitzenkappung, chirurgische Entfernung des oberen Anteils der Zahnwurzel und der Entzündung

4. Gekappte Wurzel mit Wurzelfüllung und Blutpfropf






Untersuchungen haben gezeigt, dass der Erfolg dieser chirurgischen Zahnerhaltung direkt von der Erfahrung des Chirurgen, der operativen Ausstattung und den eingebrachten Wurzelkanalfüllmaterialien abhängig ist.

Zähne, deren Wurzelkanal bereits herkömmlich gefüllt wurde und die im Rahmen der chirurgischen Zahnerhaltung zusätzlich rückläufig gefüllt wurden, zeigten eine deutlich höhere Überlebensrate, insbesondere wenn besonders verschlusssichere Füllmaterialien unter mikrochirurgischen Bedingungen eingebracht wurden:

Mit einer Gesamterfolgsrate von über 90%, bei Nachuntersuchungen bis zu 36 Monaten, haben so behandelte Zähne eine sehr gute und langfristige Prognose. Zähne, die drei Jahre nach chirurgischer Erhaltung beschwerdefrei sind, können selbstverständlich noch viele Jahre ihre Funktion wahrnehmen und im Kiefer verbleiben.


Schaubild 2:
Retrograder oder rückläufiger, dichter Verschluss der Wurzel und Knochenaufbau














Wird die rückwärtige Wurzelfüllung mit aufwändigeren Verfahren - Ultraschall, Mikroskop, Knochenregeneration - und verschlussicherere Wurzelfüllmaterialien als die üblichen gewünscht, werden diese nach der zahnärztlichen Gebührenordnung privat abgerechnet. Natürlich werden sie vorab in jedem Fall genau über die entstehenden Kosten informiert.


Mehr Informationen finden Sie hier:

›› Schonende Kieferchirurgie

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